DIE OBLIGATORISCHE ALTERSVERSORGUNG

Obligatorische Altersvorsorge für festangestellte Redakteure an Zeitschriften und Zeitungsverlagen

Gemäß dem geltenden „Tarifvertrag über die Altersversorgung für Redakteurinnen und Redakteure“ gilt eine Versicherungspflicht beim Versorgungswerk der Presse. Diese obligatorische Pflichtversicherung, auch „Obligatorium“ genannt, stellt eine zusätzliche Absicherung über die gesetzliche Rente hinaus dar und bildet so ein wichtiges weiteres Standbein der Altersvorsoge.

Rahmenbedingungen der obligatorischen Versorgung

Die obligatorische Versorgung durch das Presseversorgungswerk gilt für alle festangestellten Redakteurinnen und Redakteure, die dem entsprechenden Tarifvertrag unterliegen. Die Finanzierung der Versicherung wird zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer geteilt. Bezugsberechtigt sind neben dem Versicherten selber unter bestimmten Bedingungen (Unfall, Tod des Versicherten) auch Ehepartner aus einer gültigen Ehe, eingetragene Lebenspartner sowie unterhaltsberechtigte Kinder.

Die Versicherungspflicht für Redakteure beginnt automatisch nach einem Berufsjahr oder nach Vollendung des 25. Lebensjahres.

Leistungen der obligatorischen Altersversorgung

Zu den versicherten Leistungen zählen eine lebenslange Altersrente sowie eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe der Altersrente. Hierfür ist keine Gesundheitsprüfung vorgeschrieben.

Ebenso gehört eine Hinterbliebenenrente für Witwe/Witwer, eingetragene Lebenspartner und Waisen zum Versicherungsumfang. Diese sind auch bei einem möglichen Unfalltod des Versicherten bis zur Höhe der 12fachen versicherten Jahresrente abgesichert.

Weiterführung der Vorsorge beim Ausscheiden aus dem Unternehmen

Beim Ausscheiden des Redakteurs aus dem Verlag kann bei einem Wechsel zu einem anderen Verlag mit der Pflicht zur obligatorischen Versicherung der bestehende Vertrag übernommen und fortgeführt werden. Bei einem Wechsel zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist gegebenenfalls die Übernahme des Altvertrags möglich, ebenso bei einem Wechsel zu sonstigen Arbeitgebern. Ebenso kann die obligatorische Lebensversicherung auch privat fortgeführt werden.

Was passiert bei einer Insolvenz?

Bei einer Privatinsolvenz sind die Anwartschaften der betrieblichen Altersvorsorge nicht verwertbar oder auf das ALG II anrechenbar. Bei einer Arbeitgeberinsolvenz bleiben die Anwartschaften ebenfalls unberührt und sind sicher. Allerdings werden die Rentenzahlungen bei Beginn der Auszahlungsphase nachgelagert besteuert.

 

Wir beraten Sie gerne bei allen Fragen zur obligatorischen Altersvorsorge oder zu anderen Angeboten des Presseversorgungswerkes. Nutzen Sie unser Kontaktformular und vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin.