BETRIEBLICHE VORSORGE

Die betriebliche Altersversorgung als zweite Säule der Vorsorge

Als zweite von drei Säulen genießt die betriebliche Altersversorgung (bAV) besondere Förderung durch den Staat, in Form von steuerlichen Anreizen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Grundsätzlich sind zwei Varianten dieser Vorsorge möglich, eine direkte Förderung in Form von finanziellen Leistungen durch den Arbeitgeber oder die Entgeltumwandlung. Bei dieser verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Bruttogehalts, der dann direkt vom Arbeitgeber in eine betriebliche Altersversorgung einzahlt.

Was ist eine betriebliche Altersversorgung?

Bei dem Modell der Direktversicherung schließt der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für seine Mitarbeiter einen Versicherungsvertrag ab, bei dem die Arbeitnehmer Empfänger der Versicherungsleistungen sind. Versichert ist hierbei eine lebenslange Rente, die frühestens mit Vollendung des 62. Lebensjahres vom Arbeitnehmer in Anspruch genommen werden kann, ein späterer Rentenbeginn ist möglich.

Da die geleisteten Beiträge steuerfrei gestellt werden, müssen die Rentenleistungen später in voller Höhe versteuert werden. Bei einer Direktversicherung liegt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen immer ein Rententarif zugrunde, allerdings bietet diese Form der bAV die Möglichkeit, zwischen einer lebenslangen Altersrente oder einer einmaligen Kapitalleistung zu wählen. Damit sind Versicherte hier besonders flexibel und können so die erwirtschafteten Rentenansprüche in einer Summe erhalten, um beispielsweise im Alter eine Immobilie zu erwerben.

Die Beiträge können in Form einer Direktzusage des Arbeitgebers geleistet werden. In diesem Fall kann dieser die Versicherungsbeiträge als Betriebsausgaben geltend machen, profitiert also auch davon, seinen Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung zu finanzieren. Die andere Finanzierungsvariante ist die Entgeltumwandlung, mit der Arbeitnehmer bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung jährlich steuerfrei einzahlen können. Im Jahr 2018 liegt die Grenze bei 3.120 Euro pro Arbeitnehmer, unter bestimmten Umständen können sogar noch höhere Beiträge steuerfrei eingezahlt werden. Möglich ist auch eine Kombination von Direktzusage und Entgeltumwandlung.